READY TO LEAVE

TOOLSANDTOMATOES

Intro Oktober 2007

Auch wenn TOOLSANDTOMATOES zunächst wie ein Quatschname klingt, ist er gut gewählt. Denn wozu man als Rockband "TOOLS" braucht, ist klar: Das sind die Instrumente. Bei den Tomaten verhält es sich genau umgekehrt: Die brauchen eher die Band als andersrum: Der britische Tomatenzüchterverband ließ nämlich jüngst verlauten, dass Rockmusik Tomaten besser wachsen lasse. Grund: Durch die Vibration der Bässe kämen nach Angaben des Verbandes mehr Blütenpollen frei, wodurch mehr Tomatenpflanzen befruchtet würden. Dabei gelte der Grundsatz: je lauter desto besser. TOOLSANDTOMATOES könnte man als den perfekten Dünger bezeichnen: Bratzgitarren, messerscharfe Hooks, Ballerdrums. Und es wird noch besser. Mit Social-Distortion-Vergleichen sollte man zwar nicht unbedingt um sich werfen, wo es sich doch um die ultimativen Götter des melodischen Punk handelt. Doch in diesem Fall kommt man nicht umhin: Trotz Milchbuben-Gesicht erinnert Sänger André Thielckes Stimme streckenweise an Oberstylo Mike Ness. Offenbar wurde TOOLSANDTOMATOES das Rocken bereits in die Wiege gelegt.

www.hurricanebar.de September 2007

5 Lieder in 14 Minuten! Das langt um zu sagen: "Liebe Jungs aus dem Schwabenland, beschwatzt eure Plattenfirma so lange, bis sie euch ein full-length Album produzieren lässt. Weil die Punk-Rocker dieser Welt haben es verdient. Eure fünf Lieder haben es in sich: kraftvolle Gitarrenlinien, rauer Gesang, immer schön nach vorne preschend. Selbst in den gemütlichen Abschnitten bleibt dieses versprühende "etwas" kleben. Fünf Lieder, völlig unkompliziert und ohne jede Attitüde. Also fragt ihr baldigst? Oder soll ich das machen?" (...) Anhören lohnt sich definitiv. Weil das Teil rockt wie Kuh Elsa. Gibt es eigentlich bei den "Gelbfüßlern" was ähnliches ;-)

www.heavy-metal.de September 2007

(...) Aber hier heißt es, Qualität statt Quantität! Lieber im Zweifel mal einen Lückenfüller weglassen, dafür fünf Songs produzieren, die wirklich das Haus rocken und Niemanden auf dem Stuhl ruhig sitzen lassen! (...)

a5 Herbst 2007

(...) TOOLSANDTOMATOES wollen mit ihrer Musik gleichermaßen gute Laune stiften und zum Nachdenken anregen. Eine verwirrende, aufregende Mischung aus Baden-Württemberg, deren Geheimrezept wohl eine gute Prise alten, erdigen Rock'n'Roll ist, den man immer und überall hören kann - in wenigen Songs schafft die Band es, sich als zwar nichts Neues in Werkstatt oder Küche, doch aber heimisch in beiden zu präsentieren: mal laut und schnell, dann wieder balladesk. Hast du die CD dabei? Dann wären wir nämlich soweit, es kann losgehen!

 

www.blackforces.de September 2007

TOOLSANDTOMATOES – was für ein mächtig bescheuerter Name. Dahinter stecken fünf junge Burschen aus dem Schwabenländle. So ist z.B. der im letzten Jahr eingestiegene Sänger Andre Thielcke gerade mal 18 Lenze alt. Klingt aber glücklicherweise nicht so, denn seine kratzige und rauchige Stimme hat den nötigen Dreck und Rotz, den man für eine ordentliche Rocksause gebrauchen kann. Das passt recht gut zu den geradlinig gehalten Rocksongs der Paradiesäpfel, die, besonders in den Songs "Not Alone" und "Goodbye" zu hören, viel Punk in ihren Sound einfließen lassen. Nachdenkliche und melancholische Stimmungen finden in dem kurzen Vergnügen (Spielzeit < 15min) somit eher weniger Platz. READY TO LEAVE zeigt sich weniger experimentell, hier wird geradeaus gerockt und auf den zündenden Refrain hingearbeitet. Warum auch nicht? "I Don't Want To Wait", "Not Alone" und "Paper And Link" versprühen schon beim ersten Hören eine Menge Freude und haben definitiv Ohrwurm-Qualitäten. Okay, der Balladenversuch ("Friday") geht etwas in die Hose, weil der angesprochene Andre Thielcke in den ruhigen Momenten dann doch noch etwas zu sehr "aneckt". Aber das ist nicht weiter schlimm. READY TO LEAVE ist die bereits vierte Veröffentlichung seit '99 und könnte aufgrund seiner Qualitäten der Vorreiter des ersten Longplayers sein. Warten wir es einfach mal ab. Wer etwas mit Green Day anfangen kann, könnte sich mit dieser gelungenen Scheibe durchaus anfreunden.

www.evilized.de August 2007

Ein etwas seltsamer (um nicht zu sagen bescheuerter) Bandname wie TOOLSANDTOMATOES (...) und die grösstenteils blutjungen Schnösels, welche einem da vom Bandfoto entgegenblicken, lassen mich diesen Silberling mal mit Null Erwartungen in den Player schieben. Um nach wenigen Sekunden die heruntergeklappte Kauleiste fast gewaltsam wieder in die Originalstellung zu schieben. Wie geil ist das denn? Eine so herrliche rauchige Rockröhre habe ich bei einem Newcomer schon ewig nicht mehr gehört. Ok, so neu sind sie auch wieder nicht, ist READY TO LEAVE doch bereits der vierte Tonträger der Truppe. Allerdings tritt Sänger André Thielcke bei diesem Album zum ersten Mal in Erscheinung. Und dieser Typ soll erst 18 Jahre alt sein? Der Kerl muss den Whisky ja echt schon mit der Muttermilch aufgesogen haben. Aber nicht nur der Gesang, auch die Musik kann absolut überzeugen. Authentischer Rock’n’Roll wird hier geboten, eingängig aber nie kitschig dafür immer mit der nötigen Portion Rotz im Gebälk. Dezente Punkeinflüsse haben sich bei den schnelleren Nummern eingeschlichen, gute Laune wird gross geschrieben, allerdings hört man auch mal etwas melancholischere Untertöne ("Friday"). "Paper and Ink" lädt im Refrain zum Mitgrölen ein. Das Label beschreibt den Fünftracker als Demo. Alle Achtung, da habe ich schon manche Labelveröffentlichung gehört, welche hier im direkten Vergleich gnadenlos untergeht. Mit TOOLSANDTOMATOES wächst auf jeden Fall eine bärenstarke Konkurrenz zur Skandi-Rotz-Rock-Szene heran. Und jetz her mit einem Full-Lenght-Album.

www.burnyourears.de August 2007

Glücklicherweise ist die Musik der fünf Schwaben besser als ihr Name! Wer wäre bei diesem Namen auch auf satten Punkrock mit Betonung auf Rock gekommen? Alberner Poppunk oder ähnliches hätte ich zumindest vermutet. Nicht das TAT nicht auch poppig wären – die Melodien werden einem hier kontinuierlich um die Ohren gehauen – aber allein schon aufgrund der rauchigen Stimme des Sängers, klingt das ganze schon etwas weniger nach Lagwagon, als nach Social Distortion. Ok, so cool und breitbeinig sind sie zwar noch lange nicht, aber man möchte beim hören lieber einen Whisky als eine Cola haben. Aber breitbeinig ist eigentlich ein ganz gutes Stichwort, um die fünf Songs dieser EP zu beschreiben. Es darf auch gerne mal ruhiger werden, während das Schlagzeug ziemlich stoisch weitergeht. Im Info sprechen sie vom "klassischem Bumm-Tschack Rhythmus". Darüber ergießen sich dann druckvolle Gitarrenwände, die zwar nicht wirklich Schweinerock sind, aber doch mächtig rocken. Bei "Friday" klingt man schon fast Alternativ, während die Stimme an eine Punkversion von Gavin Rossdale von Bush denken lässt. Von der Seite der Akkorde aus gesehen, werden hier eigentlich nur Standarts miteinander kombiniert (den Anfang von "Not Alone" habe ich schon so oft gehört, dass es ein bisschen weh tut), aber die Stimme drückt dem ganzen dann eben doch einen Stempel auf, den sich andere Bands schwerer verdienen würden. Die Musik habe ich schon zig mal gehört, aber in dieser Sparte Punkrock legt man ja keinen sonderlichen Wert auf Innovationen und mag ja eh gerne bekannte Songverläufe. Da TAT ihre Sache gut machen, eine gute Stimme in ihren Reihen haben und in den fünf Songs nicht schwächeln, werden sie sich viele freunde machen können. Zum Beispiel unter Leuten, die gerne die People Like You-Platten hören. Nette, gut gelaunte Punkrockscheibe, die für die bierflaschengefüllte, ausgestreckte Hand auf einem verschwitzten Live-Konzert geeignet ist.

www.blooddawn.de Juli 2007

READY TO LEAVE ist eine verdammt eingängige, reife, sich irgendwo zwischen den Foo Fighters, Green Day und Billy Talent einordnende, laut und glasklar produzierte, richtig Spaß bringende, aber leider auch vieeeeel zu kurze Scheibe. Hinzu kommt ein hervorragender, charmanter Gesang, der dieses Zeichen der Hoffnung perfekt abrundet. Möge die Zukunft mit euch sein!

www.bright-eyes.de Juli 2007

Man nimmt es ja immer wieder gern zur Kenntnis, dass nicht nur alte Säcke jenseits der 50/60 dem guten alten Rock frönen, sondern auch absolute Jungspunde. Die fünf schwäbischen Burschen von TOOLSANDTOMATOES sind ganz klar den jungen Wilden zuzuordnen und was sie auf ihrem knapp 14-minütigen aktuellen Arbeitsnachweis READY TO LEAVE abgeliefert haben, hört sich schon mal ganz gut an. Ein bisschen Pop-Punk hier, gute Harmonien dort, Druck und fette Gitarren allenthalben. Die räudige Stimme von André Thielcke gibt dem Ganzen den letzten Schliff und so warten wir freudig auf das erste Volllängealbum der Rotz-Rocknasen aus dem Ländle.

www.purerock.de Juli 2007

Neu formiert, schmeißen uns die Jungspunde von TOOLSANDTOMATOES mit READY TO LEAVE nicht mehr als einen kleinen Snack in den Rachen - dieses saftige Häppchen macht allerdings Lust auf mehr. Zwar legen die Schwaben von TOOLSANDTOMATOES hier bereits ihre vierte EP innerhalb von fünf Jahren vor, da nun aber mit André Thielcke ein neuer Sänger am Mikro steht, darf man READY TO LEAVE durchaus als Neuanfang verstehen. Auch deshalb, weil der neue Frontmann dem kompakten Mix aus Alternative, Pop-Punk und Emocore, den seine neuen Kollegen ihm da vorlegen, mit seiner rauen, kernigen Stimme zwangsläufig seinen Stempel aufdrückt. Je nach Song wird der Schwerpunkt mehr auf Alternative ("I Don’t Want To Wait", "Paper And Ink") oder Punkrock ("Not Alone") gelegt, hymnische Refrains setzt es in beiden Varianten. Geradlinig und unbekümmert rocken sich TOOLSANDTOMATOES durch fünf eingängige, leicht konsumierbare Songs, die schnell auf den Punkt kommen, einem gewissen Spielwitz aber trotzdem nicht entbehren. So überrascht "Goodbye" mit leichtem Country-Einschlag, bei "Friday" setzt man auf Wah Wah-Gitarren und balladeske Funk-Anleihen. Letztere wirken zwar in Zusammenarbeit mit dem in diesem Kontext leicht deplatziert wirkenden, markigen Gesang nicht ganz stimmig, spätestens der kraftvolle Refrain räumt derlei Gedanken aber mit mit Nachdruck aus dem Wege. Trotz einer mageren Laufzeit von nur 14 Minuten kann sich READY TO LEAVE also hören lassen. Ein ordentlicher Auftakt zu einem neuen Kapitel, ihre Aufbruchsstimmung haben sich TOOLSANDTOMATOES somit jedenfalls verdient. Langsam wird es allerdings Zeit für Vollwertkost auf Albumlänge, denn dieser Snack stillt auf Dauer ganz sicher keinen Hunger.

www.metal1.info Juli 2007

TOOLSANDTOMATOES sind fünf Jungs aus der Nähe von Stuttgart und spielen seit 1999 ihre persönlich Mischung aus Pop-Punk, Emocore und Alternative Rock. Mit READY TO LEAVE veröffentlichen sie bereits ihre vierte EP - zu einem vollen Album hat es bisher noch nicht gereicht. Auf dem über Ruuf Records vertrieben Scheibchen finden sich fünf neue Songs, die zusammen eine Gesamtspielzeit von 13 Minuten ergeben. Nicht gerade viel, aber in diesem Genre liegt ja bekanntlich in der Kürze die Würze. Die Songs bewegen sich also zwischen zwei bis drei Minuten. Eine Neuerung hat sich seit der letzten EP "Step Forward" (2006) ergeben: Sänger André Thielcke ist neu an Bord und feiert demzufolge hier sein Debüt. Die Vorbilder der Band sind dabei schnell abgesteckt: Das Cover erinnert deutlich an Blackmails "Friend Or Foe?", musikalisch bewegt man sich vorallem zwischen den Donots und Green Day, hat einen knackigen Gitarrensound und ganz nette Melodien am Start. Nach zwei Pop-Punk-Nummern zu Beginn folgt mit "Paper And Ink" die obligatorische Alternative Rock-Ballade. Wirklich hervorstechen können TOOLSANDTOMATOES aber mit Nummern wie "Friday", die zwar klingen, als würden Nickelback am Strand musizieren, dennoch ist diese Mischung aus Beach-Sound und Mainstream-Rock einfach auf den Punkt und gut gemacht. Sogar ein paar ganz leise Orgelsounds haben es hierrein geschafft. Für eine EP ist die Produktion außerdem wirklich gelungen: Druckvoll, aber differenziert und hell kommt die Mucke aus den Boxen. Mit "Goodbye" kommen zu dem üblichen Punkfeeling und den "whoawhow"-Chören noch ein paar Spritzer Country hinzu. Insgesamt sicher ganz nett, insbesondere die letzten beiden Stück wissen zu gefallen. Ansonsten sind die Jungs aber viel zu nah am üblichen Genresound, um zu überraschen und langfristig zu begeistern. Wer allerdings mehr davon hören möchte und die oben aufgeführten Bands gern mal in den Player einlegt, darf TOOLSANDTOMATOES ein Ohr leihen. Ein Extralob gibt es für Sänger André Thielcke, der eine wirklich gute, wenn auch ziemlich amerikanische Stimme hat, die perfekt zur Musik passt. (...)

www.glaube.de Juli 2007

Ich kannte auch TOOLSANDTOMATOES nicht, als mir die aktuelle CD READY TO LEAVE zur Rezension auf Glaube.de zugeschickt wurde. Ich hörte die fünf Lieder, hörte sie noch mal, und fragte mich, wie ich denn wohl eine Verbindung zwischen solchen Texten und dem Glauben herstellen sollte. Denn TOOLSANDTOMATOES nennt sich eine "christliche Band", was die Killerpilze nicht von sich behaupten. Die werkzeugeUNDtomaten singen: (...) i met him at the station, staring at the rain / he had worn-out shoes, a fucked up suit and was waiting for the train / his look was sad and blue, tell me was it pain? / the train arrived, he stepped inside - only thoughts remain / he seemed dissatisfied. something was not alright (...) Man hört schwäbischen Tonfall, was ja ganz reizvoll sein kann. Die Band kommt aus Süddeutschland, singt Englisch und hält musikalisch wenig von Weichspülmitteln. Die Texte klingen meinen von Bob Dylan und anderen Meistern des gesungenen Wortes verwöhnten Ohren etwas hölzern, nach dem Motto "reim dich oder ich hau dich" geschrieben. Zugegeben, als Teenager habe ich auch Texte verfasst, die mir heute peinlich wären. Und die TOOLSANDTOMATOES sind noch jung, sehr jung. Vielleicht reichen die Sprachkenntnisse der Tomaten in ein paar Jahren ja zu lyrischeren Lyrics (...) baby i am not your darling / kiss my ass goodbye / better stop before we start it / it's not worth a try (...) Kann man das in irgend einer Weise mit "christlich" in Verbindung bringen? Die Antwort ist ganz simpel: Nein. TOOLSANDTOMATOES macht, so die Selbstauskunft, "keine Jungschar-Jesus-ist-toll-Liedchen", sondern zeitgemäße und laute Musik. Darüber mag ich mich nicht beklagen, denn ich schreibe selbst nicht nur Texte über die Bibel und "fromme" Themen, sondern auch Unterhaltung, die nichts will, als zu unterhalten. Ich habe, da ich als Redaktionsmitarbeiter bei Glaube.de gewissen Konventionen unterliege, dennoch bei der Plattenfirma nachgefragt und freundlicherweise Auskunft von den Tomatenjungs aus dem Schwabenland erhalten: Warum singt ihr nicht von Jesus? Warum nutzt ihr nicht die Möglichkeit der Bühne? Wir sind fünf Freunde, die zusammen Musik machen. Das ist unser Hobby, welches einen sehr großen Zeitraum in unserem Leben einnimmt. Wir sind zum Teil Christen und engagieren uns in unseren Gemeinden. Doch sind wir keine Missionare, die ihre Musik dafür benutzen, Zuhörer mit der frommen Keule zu bearbeiten und haben auch keine Berufung als Band dazu. Wir wollen durch unser Verhalten auf, vor und hinter der Bühne zu Gesprächen anregen. Transparenz und das direkte Gespräch mit Menschen scheint uns - im Vergleich zur "Pauschalmission" - der bessere Weg zu sein. Wir haben etwas gegen fromme Heuchlerei und aufgesetztes missionarisches Gehabe. Es ist leicht, auf einer Bühne mit lauter Anlage und Mikrofon von Gott zu erzählen aber diese Gesprächssituation ist leider sehr einseitig. Wir versuchen statt dessen ganz einfach, unsere Überzeugung auf und hinter der Bühne ohne ständige Betonung der christlichen Wurzeln zu leben und dadurch Anlässe für Dialoge, beispielsweise über unser Glaubensleben, zu bieten. Menschen sollen an unserem Verhalten in allen Bereichen und im "realen" Leben merken, dass etwas "dahintersteckt". Eine Abschottung unter der frommen Käseglocke lehnen wir ab. Eure neue CD hat keinen offensichtlich christlichen Bezug READY TO LEAVE ist Ausdruck unserer Erlebniswelt als Musiker, die sich auf den Weg gemacht haben, etwas zu erreichen. Die Texte beschreiben nicht die "heile Welt" und wir spielen keine "Jungschar-Jesus-ist-toll-Liedchen". Sie spiegeln das wieder, was wir erleben. Sie sind ehrlich und ganz nah an unserem Leben. In "I don't want to wait" geht es darum, dass man seine Zeit, die man als Mensch gratis zur Verfügung gestellt bekommt, optimal nutzen soll. Sie ist begrenzt und deshalb wertvoll. Viele Christen warten auf das ewige Leben und sehen das Diesseits nur als Durchgangsstation. Dem entgegen steht Lukas 19,11ff. Mit dem uns Anvertrauten sollen wir verantwortungsbewusst umgehen und etwas daraus machen. "Not alone" ist eine moderne Version des "Verlorenen Sohns". Auch von der Gesellschaft verachtete Menschen werden von Gott geliebt und sie sind deshalb nicht allein. Die Frage ist, was gerade Christen konkret für solche Menschen tun. "Paper and ink" beschäftigt sich mit der Problematik Geiz und Reichtum. Auch diesem Song liegt die christliche Ethik zugrunde (vgl. Markus 10,17-27). Geld ist nicht das, was einen Menschen glücklich macht. Im Gegenteil: es trennt, macht einsam, schafft Neid. "Friday" ist ein exemplarischer Song über Sehnsucht nach Nähe und die alltäglichen Beziehungsschwierigkeiten, die jeder Mensch hin und wieder durchmacht. Wir nehmen kein Blatt vor den Mund und sagen, was wir denken. So ist "Goodbye" entstanden - ein Song, der die Möglichkeit bietet, angestauten Beziehungsfrust mit der nötigen Portion Humor abzulassen. So weit die Auskünfte der TOOLSANDTOMATOES, und dem will ich gar nichts hinzufügen. Wer Musik mit frommen Texten hören will, wird mit dieser kurzen CD nichts anzufangen wissen. Wer Musik der härteren Gangart zu schätzen weiß und den Lyrics kein sonderliches Gewicht beimessen möchte, sollte READY TO LEAVE in Betracht ziehen (...)

 

allover-ffm-rock.de Juli 2007

Auf, dass die Tomaten besser wachsen mögen - TOOLSANDTOMATOES aus dem schönen Schwabenländle halten sich an die kuriose Empfehlung des britischen Tomatenzüchterverbandes und geben ordentlich Gas, um saftige Früchte ernten zu können. Die aktuelle EP der fünf Mann starken Band verbindet die Eingängigkeit Nickelbacks mit den rotzigen Charakter der Hellacopters und der modernen Punkattitüde Green Days. Dabei heraus gekommen sind fünf Songs, die fast alle auch starke Einzelstücke sind. Am intensivsten ist bei mir ganz klar die Erinnerung an den Track 'Not Alone', der ordentlich nach vorne geht und live sicher eine Menge Spaß im Pit bringen dürfte. Die Ballade 'Paper And Ink' ist in meinen Augen nicht so stark wie die restlichen Nummern, ganz im Gegensatz zu 'Friday', einer melancholischen Rocknummer und dem groovigen Rausschmeißer 'Goodbye', der mit viel Punkflair und Countryanlehnungen leider schon das Ende der CD verkündet. Nach vier EPs wirds beim nächsten Mal Zeit für nen Longplayer, Jungs ;-)